Moody’s stuft Irland herab
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Ein neuer Schlag trifft die Eurozone. Die Anstrengungen Irlands aus einer tiefen Wirtschaftskrise herauszukommen wurden heute gestoppt, als Moody’s, eine der bekanntesten Ratingagenturen, das Rating der Staatsanleihen des Landes herabgestuft hat und hierfür das schwache Bankwesen des Landes und die zunehmende Staatsverschuldung als Ursache erklärt.
Moody’s Investors Service hat um einen Punkt die irische Verschuldung abgewertet, von Aa1 zu Aa2, obwohl man trotzdem weit über der Junk-Grenze bleibt.
Moody’s hat bekannt gegeben, dass die Herabstufung hauptsächlich dem schrittweisen Verlust an Finanzstärke der irischen Regierung zuzuschreiben sei, wie die sich verschlechternde Lage des Landes zeigt.
Nun ist das Ergebnis, dass Irland höhere Zinssätze bezahlen werden muss, um Kredite zu bekommen. Auf alle Fälle hat das Land sofort reagiert und ist stets bereit, bis 1,5 Mrd. Euro an Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 2016 und 2020 zu verkaufen, und das schon ab morgen.
Vorherige Verkäufe von Staatsanleihen haben gezeigt, dass andere Länder in ähnlicher Situation, wie Spanien und Portugal, in der Tat stärker sind, als die Experten vermutet haben.
Einmal war Irland eine Wirtschaft mit einem der schnellsten Aufschwünge Europas, doch es erlebt in den letzten Jahren eine dramatische Trendwende, vor allem nach dem Stürz des Immobilienmarkts, der einen schweren Schlag gegen das Vertrauen der Konsumenten getroffen hat. Die Wirtschaft ist im letzten Jahr um 7,1% gesunken und hat dadurch eine heftige Senkung der Steuereinnahme verursacht, die das Verhältnis Verschuldung-BIP von 25% zu 64% innerhalb 2009 gebracht hat und das Verhältnis wächst noch weiter.
Für alle, die auf den Devisenmarkt investieren möchten: Berücksichtigen Sie diese Situation, und halten Sie die Reaktion unserer Währung im Auge.
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